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Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge im Harz in Sachsen-Anhalt.

Im Jahr 2011 konnte ein wichtiges Anliegen der letzten Jahre verwirklicht werden.
Die Flächen der sechs Massengräber am Mahnmal der Gedenkstätte wurden durch Grabhügel aus Sandstein kenntlich gemacht. Die gesamte Grabanlage entspricht in ihrer Ausdehnung jetzt den wirklichen Flächen der Massengräber.

Ein individuelles Gedenken an einzelne Todesopfer ist nun
durch die Anbringung von Namenstafeln möglich. Die ersten 75 Namenstafeln von insgesamt 772 konnten zur Eröffnung des neu gestalteten Mahnmals enthüllt werden, die nächsten 109 Tafeln werden bis zu den „Tagen der Begegnung 2012“ hergestellt und angefügt.

Für die Anfertigung und Anbringung weiterer Tafeln bitten Förderverein und Gedenkstätte weiterhin
um Spenden auf das Spendenkonto des Fördervereins:
Kreditinstitut: Harzsparkasse BLZ: 810 520 00 Kontonummer: 301 751 668
Verwendungszweck: Grabplatten
(für Spenden aus dem Ausland)
IBAN: DE 05810 520 000 301 75 1668 BIC-Code: NOLADE21HRZ

Mit großem Respekt und Hochachtung gehen Gratulationen an Hélie De Saint Marc und Claude Baud, zwei französische Deportierte, die man 2011 mit höchsten Auszeichnungen ihres Heimatlandes ehrte. C. Baud wurde „Chevalier de la Légion d’ Honneur“ (Ritter der Ehrenlegion“) und H. De Saint Marc empfing das „Grand-croix de la Légion d’Honneur“ (Großkreuz der Ehrenlegion) aus den Händen des französischen Staatspräsidenten Sarkozy.

Mit Trauer und Anteilnahme sei erinnert an die Überlebenden des KZ Langenstein-Zwieberge, von deren Tod wir seit dem letzten Rundbrief erfahren haben:
Alex Deutsch aus Deutschland,
Gerrit Doze aus den Niederlanden,
David Ecstein aus Frankreich,
Léon Kaminski (Deckname im Widerstand: Pierre Forey) aus Frankreich
Iwan Slipatschenko (Deckname: Iwan Cholod) aus der Ukraine.
Ebenso trauern wir um den engagierten Geschichtslehrer und Vorstandsmitglied des Fördervereins
Thoralf Johl, der im Alter von 43 Jahren verstarb. Erinnert sei auch an den Freund und steten
Unterstützer der Gedenkstätte Hans-Jürgen Soldin, der 2011 verstarb.
Der Film „Hans- Jürgen Soldin. Aus meinem Leben (1920-1945)“ entstand innerhalb eines Schülerprojektes in den letztenbeiden Jahren seines Lebens in Zusammenarbeit mit dem Dachverein Kulturzentrum Reichenstraße
Quedlinburg e.V. (KuZ) und dem Kreisjugendring Parchim e.V. unter Leitung von Ray Behringer.
Erinnert wird an Soldins Widerstand gegen den Nationalsozialismus im Sprengstoffwerk Dömitz
(Mecklenburg-Vorpommern, Landkreis Ludwigslust- Parchim). Der Film erlebte am 28. September
2011 im KuZ Quedlinburg seine Uraufführung.

Ellen Fauser,
Leiterin der Gedenkstätte
Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt
Gedenkstätte Langenstein-Zwieberge
Vor den Zwiebergen 1
38895 Langenstein
email: ellen.fauser@stgs.sachsen-anhalt.de
Tel: 03941/567324  und Fax:03941/30248


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