Dreikönigstag Heute im Harzkreis in Sachsen-Anhalt.
Aufgrund dieser Reliquienverehrung trat in der mittelalterlichen Volksfrömmigkeit im deutschsprachigen Raum die Verehrung der Heiligen Drei Könige so stark in den Vordergrund, dass bis heute in den katholischen Gebieten Deutschlands der Begriff „Dreikönigsfest” oder „Dreikönigstag” der vorherrschend gebrauchte Name für den 6. Januar ist.
Die eigentliche Bezeichnung dieses Festes lautet dagegen in den evangelischen und der katholischen Kirche Epiphanias, Erscheinung des Herrn. Die Kirche feiert an diesem Tag das Sichtbarwerden der Göttlichkeit Jesu in der Anbetung durch die Magier, in der Taufe im Jordan und im Wunder von Kana. In den evangelischen Kirchen werden die darauf folgenden Sonntage als „Sonntage nach Epiphanias” gezählt; die katholische Kirche feiert am Sonntag nach Epiphanias das Fest der Taufe des Herrn, mit dem der Weihnachtsfestkreis seinen Abschluss findet.
Der 6. Januar als Festtag geht auf heidnische Wurzeln zurück: So feierte man im ägyptischen Alexandria in der Nacht vom 5./6. Januar das Fest des Gottes Äon, bei dem feierlich Wasser aus dem Nil geschöpft wurde. Ebenso gibt es für diese Nacht Volkssagen, die Dionysius erscheinen und Wasser in Wein verwandeln lassen.
Die gnostische Sekte der Basilidianer feierte nach einem Bericht des Clemens von Alexandria an diesem Tag die Taufe Jesu, durch die nach ihrem Verständnis der Mensch Jesus Sohn Gottes wurde.
In Deutschland ist der „Dreikönigstag” in Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag.
Quelle:Wikipedia


